Verfasst: 6. Oktober 2006 20:19
Die Oktanzahl definiert ein Maß für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes. Der Zahlenwert der Oktanzahl bis 100 gibt an, wie viel %-Volumenanteil Isooktan, 2,2,4-Trimethylpentan, C8H18 (ROZ = 100) sich in einer Mischung mit n-Heptan C7H16 (ROZ = 0) befinden muss, damit dieser die gleiche Klopffestigkeit (in einem Prüfmotor nach ROZ oder MOZ) aufweist wie der zu prüfende Kraftstoff. Zum Beispiel würde eine Oktanzahl von ROZ = 95 eines Benzins bedeuten, dass die Klopffestigkeit des Benzins einem Gemisch aus 95 vol.% Isooktan und 5 vol.% n-Heptan entspricht.
Es gibt auch viele Stoffe wie einige Aromate, Erdgas und Flüssiggas, welche eine Oktanzahl größer als 100 aufweisen. Messtechnisch sind diese jedoch schwer zu erfassen, da das Referenzsystem mit Isooktan nur bis zur Oktanzahl 100 definiert ist. Oktanzahlen größer als 100 müssen daher extrapoliert werden. Die Oktanzahl über 100 ROZ / MOZ entspricht der Oktanzahl einer Mischung aus iso-Oktan und Tetraethylblei (TEL); hierbei ist die Oktanzahl des Gemisches einem bestimmten Volumenanteil an TEL im iso-Oktan zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt nach in DIN 51756 Teil 1 festgelegten Tabelle. Sie kann nicht, wie bei der Oktanzahl bis 100, direkt aus dem Mischungsverhältnis des Bezugskraftstoffes abgelesen werden. In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff Blendoktanzahl verwendet.
Isooktan ist relativ klopffest, n-Heptan verursacht relativ schnell das so genannte Klopfen beim Motor. Grund dafür ist, dass das n-Heptan unkontrolliert schon beim Verdichtungsvorgang durch die Verdichtungswärme im Zylinder zündet. Isooktan kann relativ stark verdichtet werden, ohne dass es zur Selbstzündung kommt. Beim Ottomotor soll das Benzin-Luft-Gemisch durch einen Zündfunken gezündet werden und mit definierter Flammfront abbrennen (bei der Weiterentwicklung des Ottomotors mit homogener Kompressionszündung entfällt teilweise der Zündfunken).
Die Erhöhung der Oktanzahl ging einher mit der Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren. Die entwickelten Motoren (mit mehr Leistung) nach dem 2. Weltkrieg benötigen einen Kraftstoff mit einer bestimmten Qualität. Früher konnte das Rohbenzin/Naphtha, welches bei der Primärdestillation anfällt, für Verbrennungsmotoren verwendet werden. Durch stärkere Verdichtung lässt sich der Wirkungsgrad des Motors erhöhen. Eine höhere Oktanzahl als die, für die der Motor ausgelegt ist, bewirkt keine Leistungssteigerung und keinerlei Veränderung im Verbrennungsverhalten.
Von 1939 bis 1996 wurde Tetraethylblei Ottokraftstoffen zugesetzt. Dieses diente dazu, den Verschleiß zu reduzieren (Schmierung der Ventile/Ventilsitze), und nicht der Qualitätsverbesserung, da die Zudosierung im ppm-Bereich lag. Die unterschiedliche Oktanzahl der an den Tankstellen erhältlichen Kraftstoffe kommt durch die unterschiedliche Verwendung der in einer Erdölraffinerie produzierten Komponenten zustande. So enthält Superbenzin mehr hochwertige Komponenten als Normalbenzin. Hochwertige Komponenten durchlaufen mehrere Verarbeitungsschritte, was Auswirkung auf den Endpreis hat. Auch wird oft Methyl-tertiär-butylether (MTBE) als Oktanzahlverbesserer zugegeben, da sich MTBE mit Wasser besser mischt als mit Benzin, jedoch nur bis zu 15 %, da es sonst bei Wassereintritt in den Tank zur Entmischung des Benzins und MTBEs kommen kann. Die Halbwertzeit in der Atmosphäre liegt bei 3 Tagen. Probleme bereitet die extrem schlechte Abbaubarkeit in Wasser. Deswegen ist MTBE als wassergefährdend (WGK 1 = schwach wassergefährdend) eingestuft. Heutzutage wird immer öfter auf Ethyl-tertiär-butylether (ETBE) zurückgegriffen. ETBE hat gegenüber MTBE aufgrund des höheren Siedepunkts einige Vorteile, aber ebenso wie MTBE den Nachteil des schlechten biologischen Abbaus im Grundwasser.
Die Oktanzahl beschreibt die Schmierigkeit des Kraftstoffs und hat keinen Einfluss auf die Motorleistung
Guckst du:
http://de.wikipedia.org/wiki/ROZ
.
Es gibt auch viele Stoffe wie einige Aromate, Erdgas und Flüssiggas, welche eine Oktanzahl größer als 100 aufweisen. Messtechnisch sind diese jedoch schwer zu erfassen, da das Referenzsystem mit Isooktan nur bis zur Oktanzahl 100 definiert ist. Oktanzahlen größer als 100 müssen daher extrapoliert werden. Die Oktanzahl über 100 ROZ / MOZ entspricht der Oktanzahl einer Mischung aus iso-Oktan und Tetraethylblei (TEL); hierbei ist die Oktanzahl des Gemisches einem bestimmten Volumenanteil an TEL im iso-Oktan zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt nach in DIN 51756 Teil 1 festgelegten Tabelle. Sie kann nicht, wie bei der Oktanzahl bis 100, direkt aus dem Mischungsverhältnis des Bezugskraftstoffes abgelesen werden. In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff Blendoktanzahl verwendet.
Isooktan ist relativ klopffest, n-Heptan verursacht relativ schnell das so genannte Klopfen beim Motor. Grund dafür ist, dass das n-Heptan unkontrolliert schon beim Verdichtungsvorgang durch die Verdichtungswärme im Zylinder zündet. Isooktan kann relativ stark verdichtet werden, ohne dass es zur Selbstzündung kommt. Beim Ottomotor soll das Benzin-Luft-Gemisch durch einen Zündfunken gezündet werden und mit definierter Flammfront abbrennen (bei der Weiterentwicklung des Ottomotors mit homogener Kompressionszündung entfällt teilweise der Zündfunken).
Die Erhöhung der Oktanzahl ging einher mit der Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren. Die entwickelten Motoren (mit mehr Leistung) nach dem 2. Weltkrieg benötigen einen Kraftstoff mit einer bestimmten Qualität. Früher konnte das Rohbenzin/Naphtha, welches bei der Primärdestillation anfällt, für Verbrennungsmotoren verwendet werden. Durch stärkere Verdichtung lässt sich der Wirkungsgrad des Motors erhöhen. Eine höhere Oktanzahl als die, für die der Motor ausgelegt ist, bewirkt keine Leistungssteigerung und keinerlei Veränderung im Verbrennungsverhalten.
Von 1939 bis 1996 wurde Tetraethylblei Ottokraftstoffen zugesetzt. Dieses diente dazu, den Verschleiß zu reduzieren (Schmierung der Ventile/Ventilsitze), und nicht der Qualitätsverbesserung, da die Zudosierung im ppm-Bereich lag. Die unterschiedliche Oktanzahl der an den Tankstellen erhältlichen Kraftstoffe kommt durch die unterschiedliche Verwendung der in einer Erdölraffinerie produzierten Komponenten zustande. So enthält Superbenzin mehr hochwertige Komponenten als Normalbenzin. Hochwertige Komponenten durchlaufen mehrere Verarbeitungsschritte, was Auswirkung auf den Endpreis hat. Auch wird oft Methyl-tertiär-butylether (MTBE) als Oktanzahlverbesserer zugegeben, da sich MTBE mit Wasser besser mischt als mit Benzin, jedoch nur bis zu 15 %, da es sonst bei Wassereintritt in den Tank zur Entmischung des Benzins und MTBEs kommen kann. Die Halbwertzeit in der Atmosphäre liegt bei 3 Tagen. Probleme bereitet die extrem schlechte Abbaubarkeit in Wasser. Deswegen ist MTBE als wassergefährdend (WGK 1 = schwach wassergefährdend) eingestuft. Heutzutage wird immer öfter auf Ethyl-tertiär-butylether (ETBE) zurückgegriffen. ETBE hat gegenüber MTBE aufgrund des höheren Siedepunkts einige Vorteile, aber ebenso wie MTBE den Nachteil des schlechten biologischen Abbaus im Grundwasser.
Die Oktanzahl beschreibt die Schmierigkeit des Kraftstoffs und hat keinen Einfluss auf die Motorleistung
Guckst du:
http://de.wikipedia.org/wiki/ROZ
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