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Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 22. Januar 2013 16:59
von michael216
Beachte, dass Du die mit Bremsflüssigkeit verschmutzten Teile mit Wasser reinigen solltest, ohne die Lager zu fluten. Denn die Bremsflüssigkeit wird dir sonst durch Rost die Bremse in den nächsten Jahren zerstören.
Also ran an die Bremse mit Wasser, Bürsten, Bremseinreiniger, vorsichtig mit Hochdruckreiniger und keine alten Federn mehr einbauen.
Die Bremsflüssigkeit muss restlos entfernt werden.
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 22. Januar 2013 17:29
von Patty
Mal ein Tipp aus dem Motorradbereich, der beim Auto genau so funktionieren sollte. Entlüftungsventil am Sattel rausdrehen und mit Teflonband am Gewinde etwas abgedichtet einschrauben (Durchlass in den Bremskreislauf, aber keine Luft durchs Gewinde). Dann mit einem Schlauch und einer großen Spritze oder gleich Unterdruckgerät ran und erstmal Flüssigkeit komplett durchziehen, dabei immer nachfüllen. Spart man sich einige Male Pumpen und kann die Dichtung des Hauptbremszylinders etwas schonen. Wie oben schon gesagt, ist nicht so gut wenn der andauernd über den eventuell abgelagerten Dreck oder auch Grat im Zylinder fährt. Teflonband dann wieder rausholen, die letzten paar Male kann man ja nochmal von Hand pumpen.
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 22. Januar 2013 22:21
von Florian1980
Danke für die super Tips. Sobald ich Zeit hab, muss zuerst am "Waldauto" (VW T4) die Radlager tauschen, werd ich mich mal an die sache machen. Wie auf den Bildern zu sehen, hab ich nur die Bremstrommel abgenommen. Ich denk es wär besser, noch die Nabe abzunehmen, oder?
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 23. Januar 2013 06:39
von BeVo
Also ich hab die Trommeln, Radbremszylinder und die Bremsbacken (alles noch sehr gut, sind auch alles die Originalteile) zu liegen, stammt von meinem Octi da ich auf Scheibe umgebaut hab. Muss man nur gucken ob die auch wirklich passen, sprich welches System.
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 23. Januar 2013 16:53
von Sockenralf
Hallo,
Florian1980 hat geschrieben:Danke für die super Tips. Sobald ich Zeit hab, muss zuerst am "Waldauto" (VW T4) die Radlager tauschen, werd ich mich mal an die sache machen. Wie auf den Bildern zu sehen, hab ich nur die Bremstrommel abgenommen. Ich denk es wär besser, noch die Nabe abzunehmen, oder?
Das macht die Sache einfacher, geht aber auch so (ist halt ein wenig Gefummle)
MfG
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 28. Januar 2013 19:34
von Florian1980
Hab heute mal beide Bremsen Zerlegt und ordentlich mit Bremsenreiniger eingeweicht. Zum reinigen würde ich doch gerne die Nabe runternehmen. Gibt es denn ne Möglichkeit, dass dabei die Radlager gut bleiben?
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 29. Januar 2013 22:20
von Florian1980
Hab jetzt auf beiden Seiten die Naben runtergenommen. Mit Motorradreiniger wirds so langsam sauber. Jetzt brauche ich wohl komplett neue Naben.Hab mir den Satz für 32,99 bestellt:
https://www.kfzteile24.de/index.cgi?rm= ... 013,100206
Jetzt bin ich momentan noch am überlegen, wie die Nabe denn montiert wird. Das Gewinde ist ja sicher zu Kurz um die Lager mit der Mutter draufzuziehen. Montage über ne Zugspindel wie ichs an meinem Bus gemacht hab ist ja leider nicht möglich...
Re: Trommelbremse - Radbremszylinder
Verfasst: 25. Februar 2013 22:34
von Florian1980
Für alle die über Google hier gelandet sind und auch undichte Radbremszylinder haben, mein Erfahrungsbericht:
Prinzipiell ist an der Trommelbremse nix besonderes dran, ich hab aber ein paar Fehler gemacht.
Fehler Nummer 1
Auch wenn das Radlager nicht aufgepresst sondern nur aufgeschoben ist, kann es nach 10 Jahren durchaus so fest sitzen, dass es beim Ausbau kaputt geht. Wenn sich die Nabe nicht durch leichtes Hebeln abnehmen lässt entweder lassen oder das Geld für neue Naben parat legen. Günstiger ist es die Federn selbst reinzuwürgen...
Fehler Nummer 2
Ist gerade nochmal gut gegangen. Wenn der neue Radbremszylinder zuerst verschraubt wird und dann die Bremsleitung festgeschraubt wird, steht diese unter Spannung und wird sehr leicht schräg angesetzt. Ich habs rechtzeitig gemerkt und die Bremsleitung durch die Bohrung in der Grundplatte gezogen und dann den kompletten Bremszylinder die ersten Umdrehungenauf die bremsleitung zu schrauben.
Fehler Nummer 3
Und das war mein größter Fehler. Die Bremsleitung sollte in jedem Fall erhalten werden. Wenn die Schraube sich nach einer Woche Rostlöser nicht bewegen lässt wäre es vielleicht möglich wie bei der Montage des Zylinders beschrieben den Zylinder von der Leitung abzudrehen...
Hätte ich diese 3 Fehler vermieden wäre der Tausch in 2 Stunden statt 2 Monaten erledigt gewesen :motz:
An dieser Stelle nochmals Danke an Bevo, ohne dessen Bremsleitungen ich meinen Octavia hätte entsorgen können...