Re: schlechte Heizleistung OctaviaII 1,9TDI im Winter und ...
Verfasst: 8. Dezember 2014 18:21
Hi,
Wie nichtlinear das heute bei vielen Autos ist, kann man mit einer MFA übrigens ganz gut testen: Bei so ungefähr 2000 U/min im höchsten Gang (damit man nicht zu schnell schneller wird) Vollgas geben und den eingependelten Wert merken. Beim CFHF sind das z.B. 12,8 l/100 km im 6. Gang bei geeichter Anzeige (auf 112% kalibriert). Nun Gas wegnehmen und langsam wieder durchtreten. Es ist erschreckend, wie wenig man drauftreten muss, um die halbe Drehmomentanforderung (das wären auf der MFA dann 6,4 l/100 km) zu bekommen. Dieser lineare Zusammenhang existiert hier tatsächlich (zumindest bei nicht zu stark veränderter Drehzahl), weil die Einspritzung ja in mg/Hub passiert und die Umrechnung von Hüben / Sekunde in m/s des Autos im gleichen Gang (!) linear ist.
Auch bezüglich der Heizung hast du recht, aber auch hier hat nicht jeder die Wahl - wenn ich unseren 14 Monate alten Sohn bei den aktuellen Temperaturen an Bord habe, ist die Innenraumheizung wichtiger als die schnellere Motorerwärmung. Dank Zuheizer bringt der TDI ja schon recht bald ein lauwarmes Lüftchen...
Viele Grüße,
Jan
Da gehe ich in dieser Formulierung mit (für die meisten ist 3/4 Gas eben das zu 3/4 durchgetretene Pedal).Gut, wir sind uns also einig, wer die volle Leistung bezogen zur jeweiligen Drehzahl abruft ist selber schuld. (max. Drehmoment bei der dazugehörigen Drehzahl ist eben für mich nicht 3/4Gas!)
Wie nichtlinear das heute bei vielen Autos ist, kann man mit einer MFA übrigens ganz gut testen: Bei so ungefähr 2000 U/min im höchsten Gang (damit man nicht zu schnell schneller wird) Vollgas geben und den eingependelten Wert merken. Beim CFHF sind das z.B. 12,8 l/100 km im 6. Gang bei geeichter Anzeige (auf 112% kalibriert). Nun Gas wegnehmen und langsam wieder durchtreten. Es ist erschreckend, wie wenig man drauftreten muss, um die halbe Drehmomentanforderung (das wären auf der MFA dann 6,4 l/100 km) zu bekommen. Dieser lineare Zusammenhang existiert hier tatsächlich (zumindest bei nicht zu stark veränderter Drehzahl), weil die Einspritzung ja in mg/Hub passiert und die Umrechnung von Hüben / Sekunde in m/s des Autos im gleichen Gang (!) linear ist.
Richtig. Hier muss ein sinnvoller Kompromiss gefunden werden, aber KURZE Laststöße tragen kaum zur beschleunigten Erwärmung bei, aber sehr zum erhöhten Verschleiß. So um die 100-120 km/h halte ich zumindest bei einem 2.0 TDI für eine sinnvolle Geschwindigkeit zum Warmfahren (zumindest nach den ersten vielleicht zwei km, bei denen ich wohl unter 100 bleiben würde), aber eben unter der Nebenbedingung, dass man dahin mit maximal halber Leistungsanforderung (nach deiner Definition, also nicht Halbgas) beschleunigt. Eine stärkere Beschleunigung würde deutlich mehr Verschleiss bringen, aber durch ihre Kürze (sind ja nur Sekunden) keinen wirklich relevanten zusätzlichen Wärmeeintrag.Ich hoffe du stimmst mir aber zu, dass eine unnötig verlängerte Kaltlaufphase eher kontraproduktiv ist (Verschleiß und Spritverbrauch)
Genau aus dem letztgenannten Grunde mache ich das jeden Morgen und finde es immer noch besser als 50 km/h, denn da wäre das Problem noch krasser.Ich wollte nur hauptsächlich darauf hinweisen, dass das Fahren mit 70km/h nicht unbedingt der richtige Weg ist.
Na gut, wenn nicht mehr erlaubt ist, dann vielleicht schon.
Auch bezüglich der Heizung hast du recht, aber auch hier hat nicht jeder die Wahl - wenn ich unseren 14 Monate alten Sohn bei den aktuellen Temperaturen an Bord habe, ist die Innenraumheizung wichtiger als die schnellere Motorerwärmung. Dank Zuheizer bringt der TDI ja schon recht bald ein lauwarmes Lüftchen...
Viele Grüße,
Jan