Diesel ade?

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Black RS
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Re: Diesel ade?

Beitrag von Black RS »

... man könnte die guten alten Kohlekraftwerke wieder anschmeißen. Wäre ne saubere Lösung, weil E-Mobile haben ja ZE!
Ich werde laufen und ich werde stark sein - das verspreche ich dir!
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dischneider
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Re: Diesel ade?

Beitrag von dischneider »

Octi_TDI hat geschrieben:Unsere Elektroinfrastruktur würde zusammenbrechen.
Wenn wir eine sinnvolle E-Car-Infrastruktur hätten, könnte man über ein E-Auto nachdenken!
Das andere macht die Strom-Industrie schon, die richten sich da ganz schnelle ein.
Bisher ist mir das E-Auto zu unflexibel, wenn ich mal eben zu Eltern oder Geschwistern muss, dann ist das fix mal 100km pro Tour - mit bisherigen E-Autos in der Regel nicht ohne Nachladen hin und zurück schaffbar. Daher bisher leider uninteressant. Ansonsten würde ich schon von einem Octavia-E träumen ...
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The_Stig
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Re: Diesel ade?

Beitrag von The_Stig »

Das ist eben das Problem. Brennstoffzelle wäre auch toll, wenn es vernünftige Angebote gäbe.

Zur Zeit ist der Diesel zwar in der Kritik, aber eine brauchbare Alternative gibt es eben auch nicht. Ein Auto, das nur 200 km am Stück schafft oder wo der halbe Kofferraum für Zusatztanks oder Batterien draufgeht kann ich nicht gebrauchen und ein Auto, das aufgrund seines Antriebskonzepts Mehrkosten im Bereich von mehreren Tausend Euros generiert, kann ich mir leider nicht leisten. Zumal die Infrastruktur für neue Antriebskonzepte sicher nicht zuerst hier oben im Norden entstünde.
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Octi_TDI
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Re: Diesel ade?

Beitrag von Octi_TDI »

dischneider hat geschrieben: Das andere macht die Strom-Industrie schon, die richten sich da ganz schnelle ein.
Ganz so einfach ist das (leider) nicht. Was meinst du kostet der Spaß? So ein Ausbau der Energienetze, und da meine ich nicht nur der großen Hochspannungstrassen, ist nicht mal eben gemacht.
Der Wirkungsgrad beim Betrieb der E-Autos ist so klein, da ist jeder Verbrenner ökologischer, solange die Elektrizität nicht zu min. 90% aus regenerativen Quellen stammt.
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Re: Diesel ade?

Beitrag von dischneider »

Wir gleiten etwas ab Richtung OT.
Ich glaube, dass das Problem die Erzeugung des Stroms ist, der Wirkungsgrad der Fahrzeuge ist OK.
Aber alternative Systeme sind noch immer zu sehr im Hintertreffen, leider.
Beispielsweise habe ich auch über Erdgas (CNG ab Werk) nachgedacht, aber leider müsste ich min. 20km zur nächstgelegenen Tankstelle fahren. Das ist auch alles andere als ökologisch oder im Alltag handhabbar.

Und jetzt den Brückenschlag zur Eingangsfrage: für mich gibt es bisher keine sinnvolle Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor, wobei ich, so ganz persönlich, momentan den Benziner dem Diesl vorziehe, da ich auch kurze Strecken fahre.
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tehr
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Re: Diesel ade?

Beitrag von tehr »

dischneider hat geschrieben:Ich glaube, dass das Problem die Erzeugung des Stroms ist, der Wirkungsgrad der Fahrzeuge ist OK.
Nicht nur die Erzeugung, sondern auch der Transport.

Der Wirkungsgrad der elektrischen Motoren ist sicherlich sehr gut. Aber wie sieht es mit den Akkus aus?
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Re: Diesel ade?

Beitrag von The_Stig »

Auf jeden Fall wird der Verbrennungsmotor noch lange das Straßenbild bestimmen, da die Alternativen eine Reihe von ungelösten Problemen haben.

1. Reichweite

2. kompakte Bauart (geht mit 1. einher)

3. mangelnde Infrastruktur (Tankstellen gehören überwiegend Mineralölkonzernen, die kaum Interesse haben an alternativen Kraftstoffen; Stromanbieter müßten enorm investieren, in ihre Stromnetze UND in "Tankstellen", das Steckdosennetz ist ja nicht nur dünn, meist sind auch nur 1-2 Anschlüsse vorhanden, viel zu wenig bei den derzeitigen =>

4. Ladezeiten (mehrstündige Tankvorgänge alle paar hundert Kilometer sind auf Reisen einfach nicht akzeptabel)

5. Emotionen; das klingt vielleicht albern, aber nicht wenige, vor allem natürlich Männer, behaupten, sie hätten "Benzin im Blut". Ist natürlich Quatsch, aber jenseits des reinen Nutzwertes eines Autos ist für viele eben auch einfach der Verbrennungsprozeß selbst ein wichtiges Element, Dinge wie Sound und Geruch, wobei dieser Typ Autofahrer nicht so häufig den Selbstzünder wählt...

Und irgendwie kann ich mich auch des Eindrucks nicht erwehren, daß die Automobilindustrie überwiegend gar nicht so richtig engagiert bei der Sache zu sein scheint, von ein paar Ausnahmen vielleicht abgesehen.

Schließlich möchte ich einfach mal zu bedenken geben: im Bereich der Eisenbahn wären die Probleme wesentlich geringer das gesamte Netz zu elektrifizieren; wenn man es wirklich gewollt hätte, wäre heute nicht mehr ein einziger dieselgetriebener Zug auf den Gleisen unterwegs. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
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tehr
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Re: Diesel ade?

Beitrag von tehr »

The_Stig hat geschrieben:3. mangelnde Infrastruktur (Tankstellen gehören überwiegend Mineralölkonzernen, die kaum Interesse haben an alternativen Kraftstoffen; Stromanbieter müßten enorm investieren, in ihre Stromnetze UND in "Tankstellen", das Steckdosennetz ist ja nicht nur dünn, meist sind auch nur 1-2 Anschlüsse vorhanden, viel zu wenig bei den derzeitigen
Zumindest für die täglichen Strecken könnte man sein E-Mobil problemlos zu Hause tanken. Problematisch wird es nur bei längeren Fahrten.
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Re: Diesel ade?

Beitrag von Jan1Z »

Hi,

nicht wirklich. Einer oder wenige können das machen, aber sobald das jeder jede Nacht tut, dann haben wir eine heftige Überlast im örtlichen Stromnetz. Das ist ja nicht dafür gebaut, dass alle gleichzeitig ordentlich Strom ziehen. Nun mag die Erwiderung kommen, dass ein 16A-Lader auch nicht mehr zieht als eine Waschmaschine, aber die Waschmaschinen laufen nicht alle gleichzeitig, sie sind schneller wieder fertig und sie ziehen auch nicht permanent 16A, sondern nur, wenn sie gerade heizen. Und, das allerwichtigste Argument: Die Waschmaschine zieht dann immer noch ihren Strom, zusätzlich zum E-Auto.

Viele Grüße,

Jan
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tehr
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Re: Diesel ade?

Beitrag von tehr »

Man könnte den Lade-Strom auch begrenzen und / oder auf drei Phasen aufteilen. Die Nachtspeicherheizungen hat das Netz damals auch verkraftet.
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