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Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 25. Januar 2009 01:18
von Octavista
Hi Leute,

da hat doch neulich beim Fahrsicherheitstraining der Leiter die Theorie aufgestellt, dass es nicht sicher sei, dass bei bestimmten Fahrbahnbedingungen bei zwei identischen PKW der leichtere von beiden den kürzeren Bremsweg hat. Nach dem Motto: Mehr Gewicht, mehr Reibung auf der Straße, kürzerer Anhalteweg. (Und was ist mit der Trägheit der Massen ???) Was meint ihr dazu ? (Bei tiefem Schlamm mag das stimmen, denn da versinkt der schwere Wagen vielleicht...blubb blubb...

Gruß,
Octavista

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 25. Januar 2009 07:40
von Atriòr
Muss ehrlich sagen das ich mir über sowas recht wenig Gedanken mache. Denn ich belade mein Auto selten nur mit der Handtasche meiner Freundin weil es dann sicherer zu fahren ist als wenn ich die drei anderen Koffer auch noch mitnehme.
Aber meine Einschätzung wäre das sich ein höheres gesamt Gewicht des Fahrzeuges nur POSITIV bemerkbar macht wenn man auf verschneiter Fahrbahn anfahren muss. Was den Bremsweg angeht würde ich dir in Deiner Theorie mit der "Trägheit der Masse" zustimmen. Ich verstehe aber auch nicht was das mit dem Fahrbahnzustand zu tun haben soll? Wenn es Glatt ist muss das ABS eh regeln! Und da du schon mit leichtem Fahrzeug schiebst wird das ABS bei schwerem Fahrzeug noch öfter die Bremse lösen müssen.

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 25. Januar 2009 08:04
von Chief
Für Popcorn ist´s noch zu früh.

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 26. Januar 2009 15:17
von Segafrendo
Octavista hat geschrieben:... der leichtere von beiden den kürzeren Bremsweg hat.

... Mehr Gewicht, mehr Reibung auf der Straße, kürzerer Anhalteweg.
Wie jetzt? :-?

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 26. Januar 2009 17:08
von Chris80
Octavista hat geschrieben:dass es nicht sicher sei, dass bei bestimmten Fahrbahnbedingungen bei zwei identischen PKW der leichtere von beiden den kürzeren Bremsweg hat.
@segafrendo
Da hast du aber einen entscheidenden Teil des Satzes weggelassen.

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 26. Januar 2009 21:55
von Snow-White
Octavista hat geschrieben: ... bei zwei identischen PKW der leichtere von beiden ...
Identisch und doch nicht gleich :o

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 26. Januar 2009 22:56
von Octavista
Mit "identisch" meinte der Fahrsicherheitstrainer natürlich "identische Modelle" mit gleicher Bereifung etc., aber den einen z.B. mit nem schweren Dieselmotor und ein leichter Benziner....Who knows....

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 8. Februar 2009 20:27
von TDI-Schrauber
Hallo!

Das kann tatsächlich passieren!
Aber es kann nicht verallgemeinert werden.
Entscheidend ist die Schwerpunktlage des schwereren Fahrzeuges!
Wie allgemein bekannt sein dürfte wird die meiste Bremskraft von der Vorderachse
aufgebracht, bedingt durch die Entlastung der Hinterachse.
Schafft man hier das zusätzliche Gewicht hin (typisch beladener Combi), so kann die Hinterachse natürlich auch mehr zur Verzögerung beitragen.
Das KANN trotz Mehrgewicht zu einem kürzeren Bremsweg führen.
Allerdings reden wir hier nicht von Zuladung im Bereich der maximal möglichen!
Dennoch kann man feststellen, dass schwer beladene Fahrzeuge oft einen nicht deutlich
größeren Bremsweg haben als unbeladene.
Sehr wichtig hierbei: der korrekte Reifenluftdruck!!

Extrembeispiel sind Motorräder.
Jeder kennt die Stoppies.
Bei einer Tour wurden wir zur Notbremsung gezwungen (typischer blinder Autofahrer nahm uns die Vorfahrt). Kollege alleine auf Sportmaschine, ich mit Sozia auf meinem Tourer.
Obwohl ich hier gut 150kg mehr zu Bremsen hatte kam ich deutlich früher zum stehen als mein Kollege, der die ganze Sache mit einem ansatzweisen Stoppie bewältigte. Das Mehrgewicht liegt im Soziusbetrieb überwiegend auf dem Hinterrad, und so kann ich dann auch entsprechend reintreten. Beide Maschinen übrigens ohne ABS und 120er Vorderreifen.

BYE
TDI-Schrauber

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 9. Februar 2009 13:18
von darkking
da fehlt die Glätte. ich würds anwaltsmäßig mit "kommt drauf an" beantworten :D Glatt ist ja nicht gleich glatt. da muss man ja schon macnhmal Eis ansetzen, um gleiche Bedingungen zu haben. Die Frage ist wohl eher, was eher zum tragen kommt. die negative beschlenigung, massenträgheitsmoment und die Reibung, die ja nur fast gegen 0 geht. das ist dann schon eher ein problem ;) Hier sieht man schonmal ungefähre Werte. Hat dass eine Auto nen Koeffizienten von 0,01 und dass andere einen von 0,03 ist beides sehr nahe an 0, aber dass andere verzögert trotzdem schneller, da der koeffizient halt trotztdem 3 mal höher ist. Man müsste es wohl ausrechnen. Und berechnet pauschal: Reibwert= gewicht * koeffizient. wenn man 1500kg und 1600kg ansetzt als gewicht, dann ist der Reibwert kaum nennesnwert verschieden.

Re: Bremsweg bei Glätte etc.

Verfasst: 9. Februar 2009 14:05
von Mackson
Ich denke auch, dass die Gewichtsverteilung die entscheidente Rolle spielt. Die Bremswirkung der HA bei unbeladenem Fahrzeug ist nahezu lächerlich. Muss auch, wegen der Spurtreue.

Gruß M.